Blog · Leitfaden · Stand 09.10.2026 · ca. 23 Min. Lesezeit

Gründer-Rohmodell

Vom Kleingewerbe über die UG & Co. KG zur GmbH – ein wiederverwendbarer Leitfaden für Gründer:innen, die von der Bürokratie genervt sind.

Stufengrafik: Einzelunternehmen, e.K. (optional), UG bzw. UG & Co. KG, GmbH

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Orientierung, keine Beratung Alle Ergebnisse der Rechner sind Orientierung, keine Rechts- oder Steuerberatung.


0. Wie du diesen Leitfaden benutzt

Das anonymisierte Praxisbeispiel

Eine Solo-Gründerin aus der Region Neckar-Alb (Name, Adresse und Registernummern bewusst weggelassen) bietet Online-Kurse und Beratungs-Services an – lokal und für Kund:innen weltweit. Ihr Weg:

  1. Start als Einzelunternehmen („Kleingewerbe") mit Gewerbeanmeldung (§ 14 GewO; die Gemeinde bestätigt den Empfang nach § 15 GewO). Volle persönliche Haftung, Gewinnermittlung per vereinfachter Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) statt Bilanz.
  2. Geplante nächste Stufe: eine „UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (i.Gr.)" als Holding-/Dachstruktur, an der sich Unterstützer:innen als atypisch stille Gesellschafter beteiligen sollen.
  3. Später: Übergang zur GmbH.
  4. Beratung: über öffentlich geförderte Programme – ein Gründungscoaching im Umfeld der Landesförderung (L-Bank/Land BW) und eine Innovationsberatung durch ein Steinbeis-Transferunternehmen.
  5. Zahlungen: bevorzugt Vorkasse.

Dieser Leitfaden zeigt, was an diesem Weg gut funktioniert – und wo die Fallstricke liegen (siehe die Kästen „⚠️ Prüfpunkt").


1. Das Stufenmodell

Stufe 1               Stufe 1b (optional)      Stufe 2                    Stufe 3
Einzelunternehmen  →  e.K. (eingetragener   →  UG (haftungsbeschr.)    →  GmbH
"Kleingewerbe"        Kaufmann)                bzw. UG & Co. KG

1.1 Überblick in einer Tabelle

Einzelunternehmen / Kleingewerbe e.K. UG (haftungsbeschränkt) UG & Co. KG GmbH
Haftung unbeschränkt, mit Privatvermögen unbeschränkt, mit Privatvermögen auf Gesellschaftsvermögen beschränkt (Ausnahmen z. B. bei Pflichtverletzung der Geschäftsführung) Komplementär-UG haftet unbeschränkt, aber selbst nur mit ihrem Vermögen; Kommanditisten bis zur Einlage auf Gesellschaftsvermögen beschränkt
Gründung Gewerbeanmeldung bzw. Anzeige beim Finanzamt (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung) zusätzlich Eintragung ins Handelsregister über Notar Notar (Musterprotokoll möglich, auch Online-Beurkundung per Video), Handelsregister, Transparenzregister zwei Gesellschaften: UG gründen + KG-Vertrag + HR-Eintragung der KG Notar, Handelsregister, Transparenzregister
Mindestkapital keins keins ab 1 €, voll bar einzuzahlen, keine Sacheinlagen (§ 5a Abs. 2 GmbHG) Kapital der UG + Kommanditeinlagen 25.000 € Stammkapital, mind. 12.500 € bei Anmeldung eingezahlt (§ 5, § 7 Abs. 2 GmbHG)
Buchführung EÜR (§ 4 Abs. 3 EStG), solange keine Buchführungspflicht HGB-Buchführung, befreit bis 800.000 € Umsatz / 80.000 € Jahresüberschuss (§ 241a HGB) immer doppelte Buchführung + Bilanz (Kapitalgesellschaft) immer doppelte Buchführung + Bilanz (Handelsgesellschaft; § 241a gilt nur für Einzelkaufleute) immer doppelte Buchführung + Bilanz
Besonderheit einfachster Start Firmenname frei wählbar mit Zusatz „e.K." Pflicht-Rücklage 25 % des Jahresüberschusses komplexe Struktur – nur mit Beratung Seriosität, Kapitalnachweis

1.2 Stufe 1 – Einzelunternehmen („Kleingewerbe")

Was es ist: „Kleingewerbe" ist keine eigene Rechtsform, sondern umgangssprachlich ein Einzelunternehmen, das (noch) kein kaufmännisches Gewerbe im Sinne des § 1 Abs. 2 HGB betreibt – also nicht im Handelsregister steht.

Schritte: 1. Gewerbeanmeldung bei der Gemeinde, in BW meist online über das Serviceportal service-bw („Gewerbe anmelden"). Rechtsgrundlage: § 14 GewO, Empfangsbescheinigung: § 15 GewO. 2. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER beim Finanzamt einreichen (Steuernummer, ggf. Kleinunternehmerregelung wählen). 3. Geschäftskonto (empfohlen, trennt Privat und Geschäft).

Haftung: voll und persönlich – auch mit Ersparnissen, Auto, Wohnung.

Buchführung: EÜR nach § 4 Abs. 3 EStG – Einnahmen minus Ausgaben, kein Jahresabschluss. Die steuerliche Buchführungspflicht nach § 141 AO greift für Gewerbetreibende erst oberhalb von 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn im Jahr (und nach Aufforderung durch das Finanzamt).

Umsatzsteuer – Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG, Stand 2026):

ESTIMATOR b) · Simulator

Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG, Stand 2026)

Prüft die Umsatzgrenzen aus Abschnitt 1.2.

Formel: Vorjahr ≤ 25.000 € und laufendes Jahr ≤ 100.000 €; im Gründungsjahr nur ≤ 25.000 € (BMF, 18.03.2025).

Gründungsjahr mit 30.000 € → über 25.000 €, Regelung rechnerisch nicht möglich. Vorbelegt: 18.000 € / 60.000 € → möglich.

1.3 Stufe 1b (optional) – eingetragener Kaufmann (e.K.)

1.4 Stufe 2 – UG (haftungsbeschränkt) und UG & Co. KG

UG (haftungsbeschränkt) – die „Mini-GmbH" (§ 5a GmbHG): - Stammkapital ab 1 €, aber vollständig in bar vor der Anmeldung einzuzahlen; Sacheinlagen verboten (§ 5a Abs. 2). - Thesaurierungspflicht: Jedes Jahr muss ein Viertel (25 %) des Jahresüberschusses (gemindert um einen Verlustvortrag) in eine gesetzliche Rücklage (§ 5a Abs. 3). Diese Rücklage darf nur für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln oder zum Verlustausgleich verwendet werden. - Pflicht zur Einberufung der Gesellschafterversammlung bei drohender Zahlungsunfähigkeit (§ 5a Abs. 4). - Name muss „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)" oder „UG (haftungsbeschränkt)" enthalten – nur diese beiden Schreibweisen nennt das Gesetz (§ 5a Abs. 1), also keine eigenen Abkürzungen wie „(hb)". - Praktisch zu wenig Kapital = schnelle Überschuldungsgefahr. Plane realistisches Kapital ein.

UG & Co. KG (geplante Holding-/Beteiligungsstruktur im Beispiel): - Eine KG, deren einzige persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) die UG ist. Die KG ist eine Handelsgesellschaft → Handelsregister und doppelte Buchführung mit Bilanz (die EÜR endet hier). - Atypisch stille Gesellschafter: Eine stille Beteiligung (§§ 230 ff. HGB) wird „atypisch", wenn die Stillen auch am Vermögen/an den stillen Reserven beteiligt sind und Mitspracherechte haben – steuerlich entsteht dann regelmäßig eine Mitunternehmerschaft. Das hat erhebliche steuerliche Folgen (gesonderte Gewinnfeststellung, Gewerbesteuer). Nur mit Steuerberatung gestalten.

Namensregeln:

1.5 Stufe 3 – GmbH

Weg von der UG zur GmbH – so funktioniert es wirklich:

ESTIMATOR a) · Simulator

UG-Rücklage (§ 5a Abs. 3 GmbHG)

Wie schnell wächst die Pflicht-Rücklage Richtung 25.000 €?

Formel: Rücklage = 25 % × (Jahresüberschuss − Verlustvortrag); GmbH-Status erst durch Kapitalerhöhung auf ≥ 25.000 € mit HR-Eintragung (§ 5a Abs. 5).

20.000 € Überschuss → 5.000 € Rücklage; mit 1.000 € Stammkapital rechnerisch nach ca. 5 Jahren bei 25.000 €.


2. Online-Kurse & ZFU: Gilt das Fernunterrichtsschutzgesetz?

2.1 Die fünf Prüffragen der ZFU

Fernunterricht im Sinne von § 1 FernUSG liegt nach dem ZFU-Fragebogen „Überprüfung auf Antragspflicht" vor, wenn alle Punkte zutreffen:

# Kriterium Ja, wenn …
1 Entgelt Teilnehmende zahlen etwas.
2 Vertrag Du (oder ein Dritter für dich) schließt einen Vertrag mit den Teilnehmenden.
3 Vermittlung von Kenntnissen/Fähigkeiten auch Hinweise, Anleitungen, Ratschläge und die Weitergabe persönlicher Erfahrungen zählen.
4 Lernerfolgskontrolle schon ein Live-Chat, telefonische Nachfragen oder fachlicher Austausch in WhatsApp-/Facebook-Gruppen genügt (reiner Technik-Support nicht; reine automatisierte Multiple-Choice-Tests in der Regel nicht).
5 Überwiegende räumliche Trennung mehr als 50 % der Vermittlungszeit erfolgt asynchron (Videos, Skripte, Selbstlernphasen).

Live-synchron-Ausnahme: Laut ZFU sind Live-Online-Seminare, bei denen jederzeit Interaktion möglich ist, keine räumliche Trennung – aber nur, wenn die Aufzeichnungen nicht zusätzlich abrufbar sind. Werden Live-Sessions grundsätzlich aufgezeichnet und bereitgestellt, zählen sie zur asynchronen Selbstlernphase.

Hobby-Lehrgänge (reine Freizeit/Unterhaltung, kein berufliches Ziel) sind nicht zulassungs-, aber registrierungspflichtig.

ESTIMATOR e) · Simulator

Asynchron-Anteil & fünf ZFU-Prüffragen

Kriterium 5: mehr als 50 % der Vermittlungszeit asynchron. Aufgezeichnete, abrufbare Live-Sessions zählen asynchron.

Formel: Anteil = asynchrone Stunden ÷ Gesamtstunden; Kriterium erfüllt, wenn Anteil > 50 %.

10 Std. Video + 2 Std. Selbstlernen + 6 Std. live ohne Aufzeichnung = 66,7 % asynchron; mit abrufbarer Aufzeichnung (Beispiel) 100 %.

2.2 Kosten der Zulassung

Nach der Gebührenordnung NRW (AVerwGebO NRW, Tarifstelle 13; ZFU-Gebührenübersicht (PDF)): - Zulassung (13.2.1): 150 % des Verkaufspreises, mindestens 1.050 € - Vorläufige Zulassung (13.2.2): 200 % des Verkaufspreises, mindestens 1.050 € - Cafeteria-Lehrgang (13.2.3): 50 % der Gebühr nach 13.2.1 - Bearbeitung: Antrag per E-Mail an die ZFU; laut ZFU gilt eine Dreimonatsfrist für die Bearbeitung.

Rechenbeispiel: Kurspreis 600 € → 150 % = 900 € → es gilt die Mindestgebühr 1.050 €.

ESTIMATOR c) · Simulator

ZFU-Zulassungsgebühr (Tarifstelle 13)

Gebühren nach AVerwGebO NRW, Abschnitt 2.2.

Formel: Zulassung = max(150 % × Preis; 1.050 €) · vorläufig = max(200 % × Preis; 1.050 €) · Cafeteria = 50 % der Gebühr nach 13.2.1.

Kurspreis 600 € → 150 % = 900 € → Mindestgebühr 1.050 €.

2.3 Vorkasse-Verbot bei zulassungspflichtigem Fernunterricht

§ 2 Abs. 2 FernUSG: Die Vergütung ist in Teilleistungen für jeweils höchstens drei Monate zu zahlen; „Höhere Teilleistungen sowie Vorauszahlungen dürfen weder vereinbart noch gefordert werden." Außerdem sind z. B. Einschreibegebühren verboten (§ 2 Abs. 4).

ESTIMATOR d) · Simulator

Teilzahlungen statt Vorkasse (§ 2 Abs. 2 FernUSG)

Bei zulassungspflichtigem Fernunterricht: Teilleistungen für jeweils höchstens drei Monate.

Formel: Abschnitte = aufgerundet(Monate ÷ 3); Betrag je Abschnitt anteilig nach Monaten.

1.800 € über 12 Monate → 4 Teilleistungen à 450 € (je 3 Monate).

2.4 Reform in Sicht – aber noch nicht in Kraft


3. Nachweise & Vertrauen

Kund:innen und Partner wollen wissen: „Gibt es dich wirklich, und bist du seriös?" So zeigst du das, ohne zu viel preiszugeben.

3.1 Was du zeigen kannst/solltest

Nachweis Wann Tipp
Impressum (Pflicht für geschäftsmäßige Websites) immer Name, ladungsfähige Anschrift (kein Postfach), E-Mail + weiterer schneller Kontaktweg, ggf. Rechtsform, Vertretungsberechtigte, Register + Registernummer, USt-IdNr. – § 5 DDG; Leitfaden der LFK BW
Datenschutzerklärung sobald du Daten verarbeitest (Kontaktformular, Newsletter, Kursplattform, Analytics) Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO; Hilfe beim Landesbeauftragten für Datenschutz BW
Geschwärzte Gewerbeanmeldung bzw. Bestätigung des Finanzamts auf Nachfrage von Partnern, Plattformen, Banken Nur geschwärzt veröffentlichen***
Handelsregisterauszug (ab e.K./UG/GmbH) Partner, Banken ist ohnehin öffentlich über das Handelsregister
ZFU-Zulassungsnummer bei zulassungspflichtigen Kursen im Kursangebot angeben
AGB, Widerrufsbelehrung, Leistungsbeschreibung bei Verkauf an Verbraucher:innen klar und vollständig – das schafft mehr Vertrauen als jedes Siegel

*** Geschwärzt werden Geburtsdatum, Geburtsort, Geburtsname, private Telefonnummer und Unterschriften; Gewerbe-Nr., Tätigkeit, Beginn und Behördenvermerk bleiben lesbar.

3.2 Was du nicht veröffentlichen solltest


4. Zahlungen

Zahlungsweg Vorteile Haken
Vorkasse per Überweisung kein Ausfallrisiko, einfach unzulässig bei zulassungspflichtigem Fernunterricht (§ 2 Abs. 2 FernUSG); bei Verbraucher:innen Widerrufsrecht beachten
Rechnung nach Leistung kundenfreundlich Ausfallrisiko, Mahnwesen
Raten / Abo passt zu FernUSG (max. 3-Monats-Abschnitte) Verwaltung
Zahlungsdienstleister (PayPal, Stripe, Kursplattform) schnell, international Gebühren, Kontosperrungen möglich, Datenschutz
Kryptowerte international, schnell siehe unten

Rechnungen: Pflichtangaben nach § 14 UStG; als Kleinunternehmer Hinweis auf die Steuerbefreiung nach § 19 UStG. Seit 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können (B2B) – Details mit Steuerberatung klären.

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Live Learn & Earn – Mikro-Einkommen aus Live-Sessions

Rechnet Umsatz aus Live-Terminen und prüft ihn gegen § 19 UStG und die Live-synchron-Ausnahme (Abschnitt 2.1).

Formel: Umsatz = Teilnehmende × Preis × Termine × Monate.

8 × 25 € × 4 Termine × 12 Monate = 9.600 € → unter 25.000 €; live ohne Aufzeichnung → Vorkasse möglich (dokumentieren).


5. Förderung & Beratung in Baden-Württemberg

5.1 Beratung vor und kurz nach der Gründung

Angebot Für wen Was Link
IHK-Gründungsberatung (für Albstadt/Zollernalbkreis: IHK Reutlingen, Geschäftsstelle Zollernalbkreis) alle Gründer:innen im IHK-Bezirk kostenlose Erstberatung, Firmenname, Businessplan-Check, Tragfähigkeit Gründung – IHK Reutlingen, Beratung im Überblick, Geschäftsstelle Zollernalbkreis
Exi-Gründungsgutscheine (Land BW + ESF Plus) Personen, die in BW gründen/übernehmen wollen – nicht bereits gegründete Unternehmen kostenloser Einstieg (bis 4 Std.), vertiefende Beratung bis 6 Tage (+2 Tage für innovative Vorhaben/Übernahmen), Eigenanteil 240 €/Tag zzgl. MwSt. (RKW-Angabe) RKW BW – Existenzgründungsberatung, ESF BW – Exi-Gründungsgutscheine, IHK Reutlingen – Exi
Start-up BW Gründer:innen und Start-ups in BW Landesportal, Vorgründungscoaching, regionale Ansprechpartner startupbw.de, geförderte Beratung
BAFA – Förderung von Unternehmensberatungen für KMU bestehende KMU (junge Unternehmen < 1 Jahr: Pflicht-Informationsgespräch vorab) Zuschuss zu Beratungskosten (Bemessung bis 3.500 €, je nach Region 50 % oder 80 %); Programm läuft laut BAFA bis 31.12.2026 – Fortführung prüfen BAFA Unternehmensberatung

5.2 Finanzierung über die L-Bank (Förderbank BW)

Programm Kurzbeschreibung Link
Startfinanzierung 80 zinsgünstiges Darlehen für Gründungen und junge Unternehmen (bis 5 Jahre) mit 80-%-Bürgschaft der Bürgschaftsbank BW; Antrag vor Vorhabensbeginn über die Hausbank L-Bank – Startfinanzierung 80
Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GuW-BW) Förderdarlehen für Gründung und Wachstum L-Bank – GuW-BW
Innovationsgutscheine (Wirtschaftsministerium BW, abgewickelt über L-Bank) Zuschuss für externe Innovations-/FuE-Leistungen, z. B. durch Forschungseinrichtungen oder Steinbeis-Unternehmen; Linien u. a. „Innovationsgutschein BW", „Hightech", „Start-up", „Mittelstand trifft Start-ups" L-Bank – Innovationsgutschein, Wirtschaftsministerium BW
Start-up BW Pre-Seed für innovative, skalierbare Start-ups (eher nicht für klassische Solo-Kursanbieter) L-Bank – Pre-Seed

5.3 Innovations- und Transferberatung

5.4 Gründungszuschuss (Bundesagentur für Arbeit)


6. Checklisten & Entscheidungsdiagramm

6.1 One-Page-Checkliste

A. Start (Stufe 1)

B. Online-Kurse

C. Vertrauen & Online-Auftritt

D. Zahlungen

E. Wachstum (Stufe 2/3)

6.2 Entscheidungsdiagramm

Entscheidungsdiagramm: vom Start über Gewerbe oder freien Beruf, FernUSG-Prüfung und Haftungsfrage bis zu e.K., UG, UG & Co. KG oder GmbH
Entscheidungsdiagramm – in voller Größe öffnen (1568 × 2988 px)
Diagramm als Text (Mermaid-Quelltext)
flowchart TD
    S([Start: Ich will selbstständig<br/>Kurse & Services anbieten]) --> A{{Unterrichtende Tätigkeit<br/>oder Gewerbe?}}
    A -- "eher Lehre/Unterricht" --> A1[Finanzamt: Freiberuf § 18 EStG?<br/>Rentenpflicht § 2 SGB VI prüfen]
    A -- "Gewerbe / gemischt" --> A2[Gewerbeanmeldung § 14 GewO<br/>über service-bw / Gemeinde]
    A1 --> K
    A2 --> K
    K[Stufe 1: Einzelunternehmen<br/>volle persönliche Haftung · EÜR] --> F{{Kurs überwiegend asynchron &gt;50 %<br/>+ Entgelt + Vertrag + Lernkontrolle?}}
    F -- ja --> Z[ZFU-Zulassung nötig<br/>keine Vorkasse § 2 Abs. 2 FernUSG]
    F -- "nein / live-synchron" --> V[Vorkasse möglich<br/>Ergebnis dokumentieren]
    Z --> H
    V --> H
    H{{Haftungsrisiko oder<br/>Partner/Investoren?}}
    H -- nein --> E{{Im Handelsregister<br/>auftreten?}}
    E -- ja --> EK[optional: e.K.<br/>HGB-Pflichten, § 241a-Grenzen]
    E -- nein --> K2[bleiben: Einzelunternehmen]
    H -- ja --> C{{25.000 € Stammkapital<br/>verfügbar? mind. 12.500 € einzahlen}}
    C -- nein --> UG[UG haftungsbeschränkt<br/>25 % Rücklage § 5a Abs. 3]
    C -- ja --> G[GmbH]
    UG --> P{{Mitunternehmer / stille<br/>Gesellschafter geplant?}}
    P -- ja --> KG[UG & Co. KG<br/>+ ggf. atypisch still<br/>Anwalt + Steuerberater!]
    P -- nein --> UG2[UG weiterführen]
    UG2 --> X[Kapitalerhöhung auf ≥ 25.000 €<br/>+ HR-Eintragung = GmbH § 5a Abs. 5]
    X --> G

Magnifica Humanitas · Rosary-Blog-Format

/DREAM · ESTIMATOR · EXECUTOR

/DREAM ist das Simulator-Format der Rosary-Blogbeiträge (z. B. „Hören im Multimediazeitalter“): /dream-Kernsätze, ein ESTIMATOR (die Rechner a–f oben und der Checklisten-Index hier) und ein EXECUTOR, der dich zum nächsten offenen Schritt führt. Die Kernsätze fassen nur den Leitfaden zusammen.

/dream bereit.

ESTIMATOR – Checklisten-Index: 0,0 %

Zur Checkliste

EXECUTOR bereit – hake die Punkte in 6.1 ab und starte.

Orientierung, keine Beratung · Der Fortschritt bleibt nur in diesem Browserfenster und wird nicht gespeichert oder übertragen.


7. Vorlage: Mein eigenes Rohmodell (zum Ausfüllen)

Feld Mein Eintrag
Tätigkeit (Kurse / Services / Produkte)
Gewerbe oder freier Beruf? (Entscheid Finanzamt)
Aktuelle Stufe
Umsatz Vorjahr / Prognose lfd. Jahr /
Kleinunternehmer ja/nein
FernUSG-Ergebnis (Datum ZFU-Fragebogen)
Zahlungsweg
Nächste Stufe + Auslöser (z. B. Haftungsrisiko, Partner)
Meine Ansprechpartner (IHK, Steuerberatung, Anwalt)
Beantragte Förderung + Datum

Videos: offizielle IHK-Erklärfilme

Die Filme stammen vom YouTube-Kanal IHK24 und sind auf der Seite „IHK einfach erklärt“ der IHK Lahn-Dill eingebunden. Sie sind allgemein und nicht speziell für Baden-Württemberg; deine Ansprechpartnerin bleibt die IHK vor Ort. Eigene Videos zum Rohmodell gibt es noch nicht.

Datenschutz: Die Videos werden erst nach Klick geladen. Erst dann wird eine Verbindung zu YouTube/Google (youtube-nocookie.com) aufgebaut; dabei werden u. a. deine IP-Adresse und Browserdaten übertragen. Datenschutz · Datenschutzerklärung von Google

IHK-Erklärfilm: Was die IHK-Gründungsberatung leistet (passt zu Abschnitt 5.1). Quelle: Kanal IHK24 · auf YouTube ansehen · IHK Lahn-Dill „IHK einfach erklärt“
IHK-Erklärfilm zum Handelsregister (passt zu e.K., UG, GmbH in Abschnitt 1). Quelle: Kanal IHK24 · auf YouTube ansehen · IHK Lahn-Dill „IHK einfach erklärt“
IHK-Erklärfilm: Wozu ein Businessplan dient und wie er entsteht (Tragfähigkeit, Förderanträge). Quelle: Kanal IHK24 · auf YouTube ansehen · IHK Lahn-Dill „IHK einfach erklärt“

8. Quellen (geprüft am 09.10.2026)

Gesetze

Rechtsprechung

Behörden & Programme


Gründer-Rohmodell v1.0 · Stand 09.10.2026 · Keine Rechts- oder Steuerberatung. Bitte Steuerberatung, Rechtsanwalt/-anwältin und IHK einbeziehen.